"Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat."
Kurt Tucholsky


Die Theorie des Dogmas "Ewige Hölle" muss hinterfragt werden.

T h e m e n w o l k e



Diese Webseite ist besonders denen gewidmet, welche die Vorstellung, dass Gott Menschen in einer Hölle ewig quälen soll, sehr belastet.
Hier erfahren Sie begründete Erleichterung.



Augustinus - Inthronisator der Ewigen Hölle im Christentum

Augustinus von Hippo (*354 +430 n.Chr.) hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich der Höllenglaube in der Kirche etablieren konnte und war als erster verantwortlich für deren kirchenmachtpolitische Durchsetzung und Proklamation mit massivem Einfluss auf die später folgenden kirchlichen Glaubensvorstellungen. Er bekämpfte neben anderen die Auffassungen des Origenes (*185 +254 n.Chr.), der nach seiner Sicht biblisch begründet vertrat, dass Gott sich einmal mit allen Menschen versöhnen wird. Dies war bis zu Zeiten Augustinus' durchaus eine etablierte Sicht, wie sie es in den Kirchen des Ostens übrigens bis heute noch ist.

Anstelle der Wiederversöhnung der Menschheit mit Gott wurde nachweislich erst mehr als fünf Jahrhunderte nach Jesus die Ewige Hölle fixiert. Dieser Vorgang wird in dem katholischen Standardwerk 'Lexikon für Theologie und Kirche' Bd. 5 1959, Seite 446 bestätigt. Wörtlich heißt es dort: "Die ewige Dauer der Höllenstrafen wurde als Endpunkt eines langen Ringens im Jahre 543 in C 9 der Canones adv. Origenes festgestellt". "Der Schlusspunkt unter diesen Versuch (die Lehre der Apokatastasis = Allversöhnungslehre des Origenes) wurde unter Justinian im Zuge der allgemeinen Eliminierung des Origenismus gesetzt" {S. 447}. Justinian war nicht etwa ein Papst, sondern ein herrischer römischer Kaiser im 6. Jahrhundert. Er ließ den Papst einkerkern und bestimmte, was maßgebende Lehre in der katholischen Kirche zu sein hatte.

Augustinus ist ebenso Erfinder und einflussreicher Vertreter der Erbsünde, des Fegefeuers, der Theorie der doppelten Prädestination und des Amillennialismus . Bei seiner Prädestinationslehre dachte er sich, dass wenige von Gott dazu vorherbestimmte Menschen bereits vor der Erschaffung der Welt zum ewigen Heil berufen wurden, der große Rest aber zur Ewigen Verdammnis. Es werden dabei nur so viele gerettet, wie ehedem Engel von Gott in Vorzeiten abgefallen waren und zu Teufeln wurden, damit der Ausgangszustand wieder hergestellt werden kann. Dieses Denken in Kreisläufen entstammt der Gnosis, eine kultische Lehre der damaligen Zeit. Calvin entwickelte diese unbiblischen Ideen weiter.

Absurde und biblisch keineswegs begründbare Folgerungen, wie ich meine. Um so erstaunlicher, dass Augustinus in kirchlichen Kreisen so hoch gelobt wird. Augustinus hat sicherlich manche richtigen Aspekte hervorgehoben (z.B. Teile der Gnadenlehre), die heute als akzeptable christliche Standards gelten. Leider akzeptiert man seine Irrtümer oft genug unkritisch und gedankenlos mit.

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Höllenkomplex und Ewige Verdammnis werden strategisch geduldet

Glücklicher Weise kann man sagen, daß ca. geschätzte 90 % der evangelischen Pfarrer nicht an die ewige Hölle glauben und wohl kaum weniger katholische, ohne dies jedoch explizit zu postulieren, vielleicht aus Angst vor Repressalien. Besonders groß ist die Anzahl der Höllengläubigen unter den evangelikalen Christen. Dort glauben eher mehr als 90 % überlieferungsbedingt und grundtextlich nicht zusammenhängend begründbar an eine endlose Quälhölle.

Eine Umfrage ergab, dass 83% der befragten Menschen nicht glauben, dass es eine Hölle, geschweige denn eine Ewige Hölle gibt. (IMAS-Umfrage Jan/Feb 2006)

Augustinus beruft sich mal auf die Inspiration durch die Heilige Schrift, mal auf eine verstandesmäßige Reflexion der Auslegung der Heiligen Schrift. Offensichtlich hat ihm sein Verstand die Absurdität einer Ewigen Hölle nicht widerlegt. Erhellend ist jedoch folgendes Zitat. Wilhelm Geerlings, ein ausgewiesener Augustinus-Experte, schreibt in "Augustinus", S.46:

"Ganz anders als in der östlichen Theologie eines Origenes, der......eine Rückführung der gesamten Schöpfung zu Gott sieht, kann Augustinus diese Rückführung zunächst nur partiell begreifen. Aber wie theologische Systeme durch einen Nebensatz gesprengt werden können, so fällt auch in einer Predigt, als er den Gedanken über die begrenzte Zahl der Erlösten vorträgt, der verräterische Satz: "Vielleicht sind es aber auch einige mehr" "
Quelle: "Augustinus", Wilhelm Geerlings, Verlag Herder/Spektrum

Die "Ewige Hölle" ist überwiegend ein latent vorhandenes Konstrukt innerhalb vielfältiger christlich orientierter Lehrgebäude nach einer bestimmten sich in langer Zeit verfestigten "christian correctness", der sich die meisten in Amt und Würden stehenden klerikalen Verantwortlichen ungern widersetzen, um ihre sehr sicheren Jobs in christlichen Kirchen, Freikirchen, Organisationen und Verlagen, oder als christliche Künstler, die auf der Basis des Höllenaberglaubens stehen, nicht zu verlieren und verdammt oder ausgeschlossen zu werden.

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Hölle: Hel, Hades, Gehenna, Tartarus, Abyssos, Abaddon, Scheol

Obige Ortsbezeichnungen ganz unterschiedlicher Orte wurden von Luther alle einheitlich und damit alle falsch in Hölle übersetzt.

Hel
Vor Luther: Das unter der Erde liegende Totenreich der Germanen sowie die gleichnamige germanische Totengöttin. verwandte Wörter: Frau Holle, hohl, Höhle

Hades
Das unter der Erde liegende Totenreich der alten Griechen sowie der gleichnamige griechische Totengott. wörtlich: das Ungesehene, das Unsichtbare.

Gehenna
das Tal von Hinnom, siehe Jesaja 15,8; Jeremia 7,30-33
Dieser Begriff wird meistens von Jesus in den Evangelien im Grundtext verwendet.

Tartarus
Der tiefste Teil des Hades, wo Zeus einige seiner persönlichen Feinde ewig foltern lässt. Zum Beispiel seinen eigenen Sohn Tantalos.

Abyssos
ohne Boden, bodenlos

Abaddon
Zerstörung

Scheol
Das unter der Erde liegende Totenreich der alten Hebräer, siehe 4. Mose 16,30.

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Heidnisches "Hel" wurde definitiv zur Basis der "christlichen" Hölle:

Der unten folgende Link führt zu hochinteressanten Anmerkungen bezüglich des historisch gewachsenen Inhalts des Begriffs Hölle und weist nach, dass "Hölle" seinen Ursprung im heidnischen Begriff "Hel" hat mit all seinen heidnischen Inhalten. Luther übersetzte unterschiedlichste Begriffe (Hades, Gehenna, Tartarus, Abyssos, Abaddon, Scheol usw.) mit diesem heidnischen Wort "Hölle". Dies beweisen eine ganze Reihe von genauen grundtextnahen Übersetzungen. Die unterschiedlichen grundtextlichen Begriffe wurden unzureichend und entsprechend nebulös alle mit "Hölle" erklärt. Folge: Diese auch schon zuvor gebrauchte pauschale Falschbeschreibung all dieser unterschiedlichen Orte/Ereignisse mit dem Sammelbegriff "Hölle" wurde durch Luther somit dogmenstützend aber falsch übersetzt und durch den Bibeldruck einer weiten Verbreitung zugeführt und auf breiter Front salonfähig gemacht.

Ebenso übersetzte Luther oft in den Begriff "Verdammnis" wo im Grundtext aber das Wort "Verurteilung" steht. Desweiteren übersetzte er ungenau in "Strafe", wo sich im Grundtext das Wort "Züchtigung" (zur Besserung) findet.

Kaum ein Christ weiß leider heute, welche ursprüngliche Bedeutung die Begriffe Hades, Gehenna, Tartarus, Abyssos, Abaddon, Scheol, Feuersee usw. in der Bibel haben. Dies ist auch nicht verwunderlich, sind diese Begriffe doch fast ausnahmslos hellenistischen und anderen Göttersagen entlehnt und schon bei Entstehung der Heiligen Schriften unsäglicher Weise in die Bibel eingepflegt worden. Kein Wunder, dass auch renommierte Theologen dadurch ins Schleudern geraten, geschweige denn Laien. Kaum ein Lexikon aus dem christlichen Abendland erklärt diese Begriffe unbeeindruckt von diesen mythischen Einflüssen.

Die öffentlich gemachte Interpretation und -übersetzung und der damit unweigerlich assoziierte Sinn der heidnischen Vorstellung von Hölle hat sich bis heute in Form christlichen Brauchtums als Lehraussage/Dogma hartnäckig weiter verfestigt. Auftretende Widersprüche werden dabei durch Antinomie und Paradoxie harmonisiert, oft genug durch Unterlassung tiefgehender Überprüfungen.

Ursprung des Begriffs Hölle Wichtige Empfehlung
Kulturelle und geschichtliche Informationen zur Hölle: Wikipedia

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Fahndung nach dem Höllenbegriff im Grundtext der Bibel - negativ!

Wo findet sich nun der Begriff "Ewige Hölle" in der Bibel? Nirgends, wenn man eine revidierte Bibelübersetzung zu Rate zieht! Ich habe auf www.bibleserver.com in der Revidierten Elberfelder Übersetzung nach "ewige Hölle" gesucht. Treffer: Null. Anschließend habe ich nach "Hölle" gefahndet. Das ergab im Alten Testament und in den Paulusbriefen keinen einzigen und im Neuen Testament fälschlich als "Hölle" übersetzt insgesamt folgende Treffer:

- Mt 5,22 Ich aber sage euch, dass jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, dem Hohen Rat verfallen sein wird; wer aber sagt: Du Narr!, der Hölle des Feuers verfallen sein wird.

- Mt 5,29 Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

- Mt 5,30 Und wenn deine rechte Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

- Mt 10,28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als auch Leib zu verderben vermag in der Hölle!

- Mt 18,9 Und wenn dein Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, einäugig in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden.

- Mt 23,15 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr durchzieht das Meer und das trockene Land, um einen Proselyten zu machen; und wenn er es geworden ist, so macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr.

- Mt 23,33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?

- Mk 9,43-44 Und wenn deine Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer.

- Mk 9,45-46 Und wenn dein Fuß dir Anlass zur Sünde gibt, so hau ihn ab! Es ist besser für dich, lahm in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden.

- Mk 9,47 Und wenn dein Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden,

- Lk 12,5 Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Macht hat, in die Hölle zu werfen; ja, sage ich euch, diesen fürchtet!

- Jak 3,6 Auch die Zunge ist ein Feuer; als die Welt der Ungerechtigkeit erweist sich die Zunge unter unseren Gliedern, als diejenige, die den ganzen Leib befleckt und den Lauf des Daseins entzündet und von der Hölle entzündet wird.


Sehr aufschlussreich ist, dass aus diesen Texten heraus kein einziges Mal ein Rückschluss auf eine endlose Quälhölle möglich ist. Das ist doch sehr erstaunlich. Eine "Ewige" Hölle wird hier gewohnheitsgemäß traditionell von manchen Köpfen nach altem Brauch in diese Texte hinein interpretiert.

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Gehenna wird zum Höllenspuk

Hölle : Gehenna - Geenna - Gehinom - Ben-Hinnom - Ge-Hinnom - Ge-Ben-Hinnom

Sehr interessant erscheint mir, dass das deutsche Wort Hölle fast ausschließlich in den Evangelien von Jesus geäußert vorkommt, wobei der jeweils dazu gehörende Grundtextbegriff anstelle von Hölle überwiegend Gehenna lautet.

Welche Umstände beschreibt Jeremia bezüglich des Tales Ben Hinnom, das heute zum Synonym für eine endlos lange Folterhölle geworden ist?

Jeremia 7,30-33
30 Denn die Söhne Juda haben getan, was in meinen Augen böse ist, spricht der HERR. Sie haben ihre Scheusale in das Haus gestellt, über dem mein Name ausgerufen ist, um es unrein zu machen.
31 Und sie haben die Höhen des Tofet gebaut, das im Tal Ben-Hinnom ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, was ich nicht geboten habe und mir nie in den Sinn gekommen ist.
32 Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen Tofet noch Tal Ben-Hinnom, sondern Tal des Schlachtens. Und man muss im Tofet begraben, weil kein Platz mehr da ist.
33 Und die Leichen dieses Volkes werden den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß werden, und niemand wird sie wegscheuchen.


Jesus bezieht sich als alttestamentlicher Schriftgelehrter und Rabbi ausschließlich auf den Tanach, das Alte Testament. Es ist offensichtlich, dass er genau dieses Tal der Gehenna/Gehinom und die alttestamentlichen Berichte dazu erinnert, wenn er im Neuen Testament von der Gehenna spricht. In obigem Text aus Jeremia wird beschrieben, was sich im Tal Ben-Hinnom abgespielt hat und was sich dort einmal in der prophezeiten Zukunft abspielen soll (Jeremia 7,32). Jesaja 66, 23-24 beschreibt parallel die gleichen zukünftigen Vorgänge und Jesus bezieht sich z.B in Mk.9,48 genau hierauf. (Siehe auch "Der Wurm") In der Gehenna wurden Unrat und Leichen verbrannt und Menschen wurden dem Moloch geopfert. Sie verbrannten und waren spätestens dann tot. So auch in einem zukünftigen Gericht Gottes, das landläufig fälschlich als Ewige Hölle bezeichnet wird.

Jesus hat diese Prophezeiung aus Jeremia 7,32 vor Augen, wenn er in den Evangelien von der Gehenna redet und vor diesem zukünftigen Gericht warnt. In der Zukunft sollen dort nach Jeremia 7,33 massenweise wieder Leichen infolge eines Strafgerichtes verbrannt werden. Daran knüpft Jesus an und weist genau darauf hin. Dies wird in einem längeren Zeitraum stattfinden. Dieser Zeitraum wurde in der weiteren Kirchengeschichte zum Zwecke der Einschüchterung einfach falsch zur Endlosigkeit erhöht. Die Gehenna wurde, entgegen der Prophezeiung, dass dort einmal Leichen verbrannt werden, ohne biblische Nachweise zur Quälhölle für darin angeblich endlos Lebende erhoben. Der Höllenspuk wurde so kontinuierlich weiter etabliert. Gewissenhafte Beobachter und Mahner bezüglich dieses okkulten schleichenden Prozesses der Verfälschung und der systematischen Verblendung wurden der Häresie und Ketzerei bezichtigt und von Mächtigen verdammt und mundtot gemacht.

Weitere Erläuterungen:

Geenna     Quelle: http://www.konkordant.de
Geenna     Quelle: www.bibelwissen.bibelthemen.eu/wiki

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Ewige Hölle der Juden?

Fehlanzeige! Ich möchte hier nochmals darauf hinweisen, dass es im jüdisch bestimmten Alten Testament bei Benutzung einer grundtextnahen Übersetzung keinen einzigen grundtextlichen Hinweis auf eine "Ewige Hölle" gibt und keinen auf "Hölle" und es auch bei Benutzung einer genauen Übersetzung nie einen gegeben hat. Selbst im Talmud und in der Kabbala finden sich keine eindeutigen Hinweise auf eine ewig dauernde Hölle.

Interessant ist hierbei auch, dass keine Höllenszenarien in die Briefe des Apostel Paulus hineininterpretiert werden. Mir scheint, dass der Apostel Paulus keine Vorstellung von einer Ewigen Hölle hatte, weil er die Worte Jesu bezüglich der Gehenna/Gehinom anders als heute, aber als ernstzunehmende Mahnung vor einem bestimmten real zu erwartenden Gericht Gottes innerhalb jüdischer Termini richtig verstanden hat. Tatsache ist, dass Paulus niemals vor einem ewigen Höllenfeuer warnt oder dieses sonst irgendwie jemals thematisiert hätte. Er sah offensichtlich keinen Grund, vor etwas zu warnen, was er gar nicht so verstand.

Fassen wir zusammen: Es gibt keine jüdische ewige Hölle im Alten Testament und auch keine bei Paulus, sondern lediglich die falsch übersetzte Ortsbezeichnung Gehenna als unbiblisch verewigte Hölle in den Evangelien. Die Folgerung kann nur lauten, dass die Höllenlehre unbiblisch ist und somit einen Aberglauben darstellt!

Rabbi DovBer Pinson  Stimme eines renommierten jüdischen Rabbi zum Thema Hölle.
hagalil.com  Stimme eines weiteren jüdischen Rabbi.
Wikipedia.de  Hölle im Judentum
www.jewishencyclopedia.com  Gehenna

Tatsache ist durchaus, dass es in jüdischer Tradition und Mythologie (z.B. Kabbala, Apokryphe Henoch) unterschiedlichste theologische Entwicklungen gibt, die Höllenmythen aus anderen Religionen importiert haben. Jedoch gibt es im Alten Testament keine einzige ernstzunehmende Annäherung an eine endlose Hölle.

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Talmud

Der Talmud ist neben dem Tanach das bedeutendste jüdische religiöse Werk mit fast 10.000 Seiten.

Rabbi Simeon b. Lakish sagt im Babylonischen Talmud:

Es gibt keine Gehenna in der zukünftigen Welt.....

There is no Gehinnom9 in the world to come,10 but the Holy One, blessed be He, will draw forth the sun from its sheath: the righteous shall be healed, and the wicked shall be judged and punished thereby. As it is written, But unto you that fear my name shall the sun of righteousness arise with healing in its wings.11 Moreover, they shall be rejuvenated by it, as it is written, And ye shall go forth and grow up as calves of the stall.12 But the wicked shall be punished thereby, as it is written, Behold, the day cometh that shall burn as an oven, and all the proud, yea, and all that do wickedly, shall be stubble; and the day that cometh shall burn them up, saith the Lord of Hosts, that it shall leave them neither root nor branch.

Quelle: Nedarim 8b

Fazit: Auch im Babylonischen Talmud gibt es lediglich eine Diskussion über die Gerichte der Gehenna in Bezug auf Jeremia 19; Jeremia 32, 37ff; Maleachi 3, 2-3, Maleachi 3, 19-21. Die Vorstellung oder Andeutung einer endlosen Strafe fehlt völlig.

Im umfangreichen Lexikon "Talmud Lexikon" von Zadoq Ben Ahron, Verlag Melzer, 976 Seiten, findet sich kein Hinweis auf "Hölle" im Inhaltsverzeichnis. "Zu "Gehenna" finden sich lediglich vier Sätze mit Hinweisen auf das Buch Sohar der Kabbala. Die Ewige Hölle wird damit bezüglich des Tanach praktisch nicht thematisiert, scheint demzufolge nicht als Möglichkeit in Frage zu kommen.

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Ewige Qual wird als Sonderlehre zum christlichen Standard

Naturreligionen, Heidentum und andere Kulturen haben Höllenlehren hervor gebracht. Judentum und Christentum haben ursprünglich das Gegenteil gelehrt. Aber auch diese Religionen waren permanent anderen Einflüssen unterworfen. Im Lauf der Zeit wurden Kompromisse geschlossen, um Macht über die zu missionierenden Kulturen zu erlangen, indem deren religiöse Bräuche integriert wurden, um die Akzeptanz zu erhöhen. Im Christentum lehrten Jesus und Paulus zunächst Gnade, Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Die starken nichtchristlichen Einflüsse auf das Christentum führten allmählich zu vielfältigen Verwerfungen. Kaum bemerkt wurden bizarre und unbiblische Sonderlehren wie die Höllenlehre zu offiziellem christlichem Kulturgut. Dabei haben sich Beurteilungen umgekehrt und Kurioses wurde zur Normalität erhoben und zementiert und per "Gehirnwäsche" unters Volk gebracht mit dem Ergebnis, dass die ursprüngliche Botschaft der Gnade zur Sonderlehre verketzert wurde.

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Ist die Hölle ewig? - "ewig" - ein weiterer folgenschwerer Übersetzungsfehler

Was macht eine vernünftige Einsicht zum Irrtum "Ewige Hölle" so schwer? Weil in diesen zwei Worten neben "Hölle" noch eine zweite elementare Übersetzungswidersprüchlichkeit vorhanden ist: "ewig"
These: "Nur Gott allein ist ewig und endlos in alle Richtungen der Zeit." Damit ist das Attribut "ewig" hier so nur für ihn allein gültig. Folglich können alle anderen mit "ewig" übersetzten biblischen Begriffe inhaltlich nicht streng identisch sein mit dem Attribut "ewig", das für die Existenz Gottes benutzt wird. Genau dies sieht der Grundtext auch viel differenzierter.

Es wird wie folgt übersetzt:

griechisch: aion = Zeit, bes. a) Lebenszeit, Leben. b) lange Zeit, Ewigkeit.

Leider haben tendenzielle Übersetzungen dazu beigetragen, dass im Grundtext unterschiedliche, Zeit bestimmende Begrifflichkeiten zu oft mit der Übersetzung "ewig" zu einer Endlosigkeit erhöht und damit ungenau irreführend und tragisch verdreht wurden.

Als Beispiel hierzu diene der Vergleich der Übersetzung zweier Bibelstellen:

Rev. Elberfelder

Luther 1984

2Mo 21,6: so soll ihn (den Sklaven) sein Herr vor Gott bringen und ihn an die Tür oder an den Türpfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einem Pfriem durchbohren; dann soll er ihm für ewig dienen.



2Mo 21,6: so bringe ihn sein Herr vor Gott und stelle ihn an die Tür oder den Pfosten und durchbohre mit einem Pfriemen sein Ohr und er sei sein Sklave für immer.
5Mo 15,17: dann sollst du einen Pfriem nehmen und ihn durch sein Ohr in die Tür stechen, und er wird für immer dein Sklave sein; und auch deine Sklavin sollst du so behandeln.


5Mo 15,17: so nimm einen Pfriemen und durchbohre ihm sein Ohr an dem Pfosten der Tür und lass ihn für immer deinen Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du ebenso tun.


In der Rev.Elberfelder wird 2 Mose 21, 16 übersetzt in dem Sinne, dass ein Sklave ewig seinem Herrn dienen solle. Bekanntlich aber stirbt ein Sklave irgendwann. Dann wird er seinem menschlichen Herrn auch nicht mehr dienen können, es sei denn, wir wollten davon ausgehen, dass die Verhältnisse im Himmel sich nicht von denen auf Erden unterscheiden. Dagegen wird in 5Mo 15,17 der Rev.Elberfelder nun anders übersetzt, bei hier gleichem Wortstamm im Grundtext. Das "für immer" steht offensichtlich nicht für endlos/ewig, sondern logischer Weise auch hier lediglich für das restliche Leben des Sklaven.
Noch merkwürdiger wird es, wenn wir jetzt bei Luther nachlesen. Denn dort ist in diesen Beispielen gar nicht mehr von "ewig" die Rede.

Wir finden ein weiteres Beispiel für eine falsche Übersetzung in "ewig":

Judas, Vers 7
wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden.


Das Feuer in Sodom und Gomorra brennt heute schon lange nicht mehr. Folglich ist hier die Übersetzung "ewig" als endlos verstanden falsch, denn es war höchstenfalls eine lange Zeit in der dieses Feuer damals brannte.

Völlig entlarvend ist die z.T. falsch angewandte Übersetzung des Grundtextbegriffes aion/aionos durch Dr. Martin Luther. Er übersetzt das Wort aion bzw. aionos teils mit Welt oder Zeit im Sinne von zeitlich begrenzt (40mal), und teils mit Ewigkeit und Abwandlungen (75mal). Das bedeutet im Klartext, dass er das gleiche Grundtextwort je nach seiner interpretierten Bibeltextumgebung oder dogmatischen Sicht der Dinge teilweise als endlos, teilweise aber auch als zeitlich begrenzt übersetzt.

Verständlich, dass der bibelgläubige Laie hier bezüglich "Hölle ist ewig" der jahrhunderte langen Indoktrination durch die Dogmatik der Hölle und verstärkt durch die Angstmache seit Tetzel und Co folgt und nicht so leicht nachvollziehen kann, dass ewig vom Grundtext her tatsächlich einmal mit "endlos" und ein anderes mal mit "zeitlich begrenzt" übersetzt werden kann bzw. muß. Wir meinen, dass der trotz Reformation in seiner theologischen Ausrichtung höllengläubig gebliebene Luther bezüglich der Hölle einiges grundlegend und nachhaltig durcheinander gebracht hat. Genauere Übersetzungen geben uns Recht.

Hieraus wird ersichtlich, dass Übersetzungen und Auslegungen auch etwas mit der theologischen Ausrichtung, Tradition, religiöser Beeinflußung des Übersetzers oder schlicht mit Überforderung zu tun haben, weil manche kaum selbst erkennen können oder wollen, auf welche fragwürdigen Traditionen sie sich da verlassen. Es ist also Vorsicht geboten. Es ist bei den gängigen Übersetzungen jeweils nachzuprüfen, ob die Übersetzung auch dem wirklichen ur- bzw. grundtextlichen Hintergrund entsprechend übersetzt worden ist. Dies ist bei einer ganzen Reihe von Bibelstellen, bei denen in "ewig" übersetzt wird, nachweislich tragischer Weise nicht der Fall.

Zusammengefasst: Es geht hier also nicht darum, am ursprünglichen Bibeltext zu "drehen", sondern um begründet darzustellen, dass der pauschal mit "ewig" übersetzte Begriff im Grundtext sehr oft nur eine zeitlich begrenzte Bedeutung hat.

Dies führt in Bezug auf die bereits falsch übersetzte "Hölle" zu gleich doppeltem Widerspruch.

Zur Veranschaulichung der Tragik der Problematik hier deutsche Textbeispiele:

  • Gott ist ewig
  • Ich habe dich ewig nicht gesehen
  • Die Hölle ist ewig
  • Das dauert ja ewig
  • Der Sklave ist ewig Knecht
  • Von Ewigkeit zu Ewigkeit


Hier wird der Begriff "ewig" benutzt, hat aber nicht grundsätzlich den Wert, der mit der christlich religiösen Assoziation damit verknüpft ist, sondern wurde in entscheidenden Fällen zu einer ungenauen nebulösen Anwendung. Die Ungenauigkeiten der Bibelübersetzung haben sich sogar, wie in den Beispielen zu erkennen, in unseren allgemeinen säkularen Sprachgebrauch eingeschlichen: Man benutzt auch hier umgangssprachlich das gleiche Wort "ewig" für völlig unterschiedlich lange Zeiträume. Genau so ungenau/falsch wie es viele Übersetzer gedankenlos oder voreingenommen bei Übersetzung von Grundtextbegriffen in "ewige" "Hölle" getan haben.

"Von Ewigkeit zu Ewigkeit" halte ich in vielen Fällen ebenfalls für eine nicht durchdachte Übersetzung. Was bedeutet denn "von einer Endlosigkeit zu einer anderen Endlosigkeit"? Nichts Konkretes! Vielmehr dürfte der Grundtext oft genug meinen "von Zeit zu Zeit" oder "von Zeitabschnitt zu Zeitabschnitt". Auch hier sollte genau geschaut werden, ob es sich im Grundtext tatsächlich um die absolute Endlosigkeit handelt oder um die absolute Endlosigkeit Gottes oder nur um Zeitabschnitte. Diese Unterschiede kommen im Grundtext vor. Jedoch wird bei der Übersetzung oft kein Unterschied gemacht. Mir scheint, dass hier bewusst nebulös oder dogmatisch verführt übersetzt wurde, um das Konstrukt der "Ewigen Qual" aufrecht zu erhalten oder nicht in Frage zu stellen. Wenn von Gottes Endlosigkeit im Grundtext die Rede ist, werden andere Termini verwendet.

Ein weiteres bedeutsames Beispiel für die fragwürdige Verwendung des Ewigkeitsbegriffs:

Von manchen Bibelübersetzungen wird behauptet, Jesus sei Priester nach der Weise Melchisedeks in Ewigkeit (Hebr 5,6; Hebr 6,20; Hebr 7,17).

Auch hier stellt sich die Frage, was der Begriff "Ewigkeit" über die zeitliche Dauer aussagt. Bedeutet Ewigkeit hier endlos, äonisch, zeitalterlich, auf unbestimmte Zeit oder etwas anderes? Ich gehe davon aus, dass hier eine lange aber begrenzte Zeit gemeint ist und begründe das wie folgt:

1. Korinther 15
24 hernach das Ende, wenn er (Christus T.B.) das Reich Gott und dem Vater übergibt, wenn er abgetan hat jede Herrschaft, Gewalt (Autorität) und Macht. 25 Denn er muß herrschen, »bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« 26 Als letzter Feind wird der Tod abgetan. 27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan«. Wenn er aber sagt, daß ihm alles unterworfen sei, so ist offenbar, daß der ausgenommen ist, welcher ihm alles unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, auf daß Gott sei alles in allen.

Nach diesem Bibeltext gibt auch Jesus einmal irgendwann seine Autorität an Gott zurück und ordnet sich Gott unter. Damit übt er die Autorität des Priesteramtes dann nicht mehr aus. Folglich kann der hier in der Übersetzung gängige Begriff "Ewigkeit" nicht endlos lange bedeuten, sondern stellt lediglich einen langen Zeitabschnitt dar. Geht man theologisch davon aus, dass Christus im 1000 jährigen Reich als König und Priester regiert, so ergäbe sich daraus ebenfalls eine befristete nämlich 1000-jährige Regentschaft Christi, die aber nach 1. Kor. 15,24-28 offensichtlich einmal endet. Damit wäre "Ewigkeit" im Sinne von endlos auch hier eine falsche Übersetzung.

Jesus bezieht sich mit dem Gebrauch des Begriffs Gehenna mit Sicherheit auf die entsprechenden Hinweise auf Gehenna im Alten Testament. Dort ist weder die Rede von einem endlos lange brennenden Feuer noch ist davon die Rede, dass Menschen in diesem Feuer niemals sterben können oder werden. Dass dieses Feuer "ewig" brennt, was übersetzungstechnisch einen befristeten Zeitraum bedeuten kann, bedeutet noch lange nicht, dass die Menschen lebendig im Feuer hocken müssen. Sie werden sterben, genau wie die Menschen, die im Alten Testament lebendig oder bereits tot im Tal Ben Hinnom, in der Gehenna (Hölle) landeten. Alle Indizien sprechen auch hier dafür, dass die Übersetzung in ewig=endlos im Zusammenhang mit Hölle (Gehenna) falsch ist. Richtig wäre ewig=eine Zeit lang.

Wertvolle Ergänzungen zum Ewigkeitsbegriff finden Sie hier:

www.dan61.de Zeitbegriff in der Bibel
www.konkordant.de Das "ewige" Übersetzungs-Chaos
www.konkordant.de Das griechische Wort aion
www.come2god.de Was versteht die Schrift unter “Ewigkeit”?
www.come2god.de Wie sich die Ewigkeit einschlich
www.bibelthemen.eu Äon
www.bibelwissen.bibelthemen.eu/wiki Äonen oder Ewigkeiten?
www.bibelthemen.eu EL OLaM

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"... wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt"

Jesaja 66
23 Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR.
24 Und sie werden hinausgehen und sich die Leichen der Menschen ansehen, die mit mir gebrochen haben. Denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht verlöschen, und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.


Auf diese Bibelstelle bezieht sich Jesus wie folgt:

Mk 9,48 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht.

In Markus 9,44 ist auch von unauslöschlichem Feuer die Rede. Die entsprechende Prophezeiung von Jesaja 66, 23-24 spricht jedoch ausdrücklich davon, dass Leichen in diesem Feuer verbrennen werden.

Zudem ist Tatsache, dass die damalige Gehenna nach Jesaja nun schon lange nicht mehr brennt und keine Nahrung mehr hat. Auch der Wurm ist demzufolge schon lange gestorben. Fazit: Hier wird ein bildhaft verwendeter Ausdruck nachweislich zu Unrecht wortwörtlich genommen und durch zeitliche Überhöhung verewigt. Wie unter dem Menüpunk "Gehenna" bereits erwähnt, wird nach Jeremia 7,30-33 die Gehenna in der Zukunft wieder als Strafgericht brennen.

Diese kleine Analyse dürfte jedem denkenden Menschen auf die Sprünge helfen. Überlieferungsgläubig wird jedoch zu oft die zu dem Bibeltext entstandene Fabel wortwörtlich genommen und nicht der genaue ursprüngliche Text der Bibel.


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Joh. 3,36 - Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

Hier wird "ewig" als Synonym für endlos einfach traditionell und gedankenlos hinzugedeutet. Doch auch nur deswegen, weil man die ewige Hölle fest im Kopf hat. Natürlich bleibt dieser Zorn nur so lange auf ihm, bis er den letzten Heller bezahlt hat (Matth. 5,26 ).

Hierbei ist zu bedenken, dass der vorösterliche Jesus hier zu Israel spricht, welches eine 1000-jährige irdische Königreichserwartung hat. Ungerechte Juden werden nicht teilhaben an diesem Königreich mit dem Messias. Die sonstigen heilsgeschichtlichen Aussagen implizieren hier, dass dieser Zorn Gottes auf denen bleibt, aber nur so lange wie dieses 1000- jährige Reich existiert, dessen Äon einmal endet. Dieser Zorn erschöpft sich für Ungerechte in der tödlichen Abwesenheit vom 1000-jährigen Reich. Die Aussage "bleibt auf ihm" ist eine zeitliche Aussage, die von weiteren Aussagen z.B. durch Paulus nachweislich relativiert wird, der äußert, dass einmal ganz Israel gerettet werden wird (Röm 11,26), was folgerichtig nach der Auferstehung zum Gericht zu einem Ende dieser speziellen Zornesausgestaltung nach Joh. 3,36 führt.

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Altes Testament, Apostelgeschichte, Paulus, Lukas, Petrus, Jakobus, Johannes ohne Ewige Hölle

Ich habe bereits ausgeführt, dass keinerlei Hinweise oder Warnungen bezüglich einer Ewigen Hölle im Alten Testament oder bei Paulus zu finden sind. Es kommt noch besser. Auch in der Apostelgeschichte und bei Lukas, Petrus, Johannes oder Jakobus finden wir nichts dergleichen. Die Briefe des Paulus wurden etwa 50 bis 63 nach Christus geschrieben. Paulus kannte Petrus und andere Apostel noch persönlich. Es gab viele Gespräche und Diskussionen mit diesen Augenzeugen. Paulus war ganz nah dran. Er besuchte auf seinen Missionsreisen die ganze damalige Welt, die sich freilich nur auf das Römische Reich begrenzte, um die Essenz des christlichen Glaubens zu verbreiten. Paulus, Petrus und die Apostel waren äußerst ergriffen vom Evangelium Christi. Es war ihnen das größte und wichtigste Anliegen, die entscheidenden christlichen Inhalte zu vermitteln.

Warum also kein einziges Wort dieser Augenzeugen über eine Ewige Hölle? Kein Hinweis, keine Warnung, keine Thematisierung dieses angeblich so entscheidenden Kriteriums? Paulus behauptet in Apg. 20,27 er habe den ganzen Ratschluß Gottes gepredigt. Kein Wort von der Ewigen Verdammnis. Höchst seltsam! Die Antwort kann wiederum nur lauten: Die Ewige Hölle ist ein Mysterium, das erst im Laufe der Jahrhunderte künstlich erschaffen und dramatisiert wurde. Düstere Vorstellungen einer Ewigen Verdammnis entwickelten sich immer stärker auch im ersten Jahrhundert nach Christus in der Gesellschaft. Der Druck anderer Kulturen mit Höllenvorstellungen wurde immer größer. Dies ging in den Volksglauben ein, verselbständigte sich und wurde aus Machtgründen vom christlichen Klerus noch zusätzlich verstärkt.

Es entstand geradezu ein Höllenhype. Sektierer suchten nun oft krampfhaft nach Beweisen dieser Höllenfantasien in der Bibel. Alles, was an Bibelversen in der ganzen Bibel irgendwie auch nur im geringsten nach einer Ewigen Verdammnis und nach Feuer roch, wurde mißbraucht, um sogar rückwärts ins Alte Testament hinein eine Ewige Hölle zu "beweisen". Das ist traditionell bis heute so. Aber diese angeblichen "Beweise" finden sich definitiv außerhalb der Evangelien in der ganzen Bibel nicht und in den Evangelien sind sie hineinübersetzt und hineingedeutelt. Dieser unselige Höllenhype führte dazu, dass Grundtextbegriffe angesichts dieser massiven abgergläubischen Höllenpräsenz auch vom höllengläubig gebliebenen Luther gerade in den Evangelien entsprechend tendenziell übersetzt wurden (Hölle, ewig). Bis heute. Bessere Bibelübersetzungen

Fazit: Wir können annehmen, dass Lukas, Petrus, Jakobus, Johannes und Paulus Jesu Mahnungen bezüglich der Gehenna nicht im Sinne einer Ewigen Hölle verstanden haben, denn sonst hätten sie das mit Sicherheit auch drastisch in den Vordergrund gerückt bzw. überhaupt thematisiert.
Die Evangelien wurden erst ca. 40 Jahre später nach dem Tod Christi geschrieben.

Tatsache ist, dass Jesus und die Apostel sehr viel öfter über Errettung und Erlösung der Welt gesprochen haben.

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Der Feuersee in der Offenbarung - Apokalypse

Quelle dieses Beitragsauszuges: www.come2god.de

Feuersee: Die Seelen aller seit Adam Verstorbenen, soweit sie nicht zur Herausauferstehung der Gemeinde (1. Thess. 4, 13-17) oder zur ersten Auferstehung Israels (Offb. 20, 5.6) gelangt sind, müssen einmal vor Gott zum Gericht vor dem großen weißen Thron erscheinen. Dieser Gerichtsthron wird im Weltall errichtet zu einer Zeit, wo diese Erde nach dem Tausendjährigen Friedensreich im Feuer vergeht und Gott neue Himmel und eine neue Erde schafft. Hiervon berichtet uns die Bibel in Offb. 20, 11 bis 21, 3. Maßstab für das Gericht über die unermeßlich große Schar der Toten, der Großen und der Kleinen — es wird der größte Teil der seit Adam über diese Erde gegangenen Menschheit sein — werden die “Bücher der Werke” und das “Buch des Lebens” sein. Wessen Werke vor Gott Bestand haben oder wessen Name im Buch des Lebens gefunden wird, der wird auf die neue Erde hinübergerettet werden. Die übrigen werden in den “Feuersee” geworfen, der auch der 2. Tod genannt wird (Offb. 20, 15; 21, 8). Über die Art dieses Gerichtsortes macht die Schrift keine näheren Angaben. “Seine Augen sind wie Feuerflammen”, sagt die Schrift. In den Feuersee werden auch Geistwesen geworfen. In Offb. 20, 10 und 15 und in Kap. 21, 8 wird uns erschöpfend aufgezählt, wer sich im Feuersee befindet:

  1. der Teufel,
  2. das Tier (der Antichrist),
  3. der falsche Prophet,
  4. der Tod,
  5. der Hades (Scheol),
  6. die nicht im Lebensbuch Gefundenen,
  7. die Feigen, Untreuen, mit Greuel Befleckten, Mörder, Hurer, Zauberer, Götzendiener und Lügner.

Nur bei den letzten Gruppen handelt es sich, abgesehen von 2. und 3., um normale Menschen. Es ist ein schweres Gericht, das über diese Menschen ergeht. Die Schrift sagt in Hebr. 10, 31: “Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.” Dieses Gericht dürfen wir den Menschen nicht verschweigen, auch wenn wir bezeugen, daß Gott der Retter aller Menschen ist. Die Gemeinde Jesu Christi, die jetzt schon unauflösliches Leben hat, wird nicht vor diesem Gericht erscheinen müssen. Vielmehr werden wir mit Ihm auf Seinem Thron sitzen, um die Welt zu richten (1. Kor. 6, 2).

Qual: Nirgends steht in der Schrift, daß alle Seelen ungläubig verstorbener Menschen im Totenreich oder im Feuersee gequält werden. Die drei wichtigsten Feinde Gottes werden allerdings, nachdem sie in den Feuer- und Schwefelsee geworfen worden sind, Tag und Nacht gepeinigt von Zeitalter zu Zeitalter. Dazu Offb. 20, 10: “Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier (der Antichrist) ist als auch der falsche Prophet; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt von Zeitalter zu Zeitalter.” Siehe auch Offb. 14, 10. Zu dem Begriff “Schwefel”, (griech. = theion) sagt die Elberfelder Studienbibel, daß das Griechische nicht zuerst eine chemische Verbindung ausdrückt, sondern die Auswirkungen der Kraft Gottes, etwas, was von göttlicher Qualität ist, was von Gott stammt.

Anmerkung der Redaktion:
Die grundtextnahe Übersetzung von "von Zeitalter zu Zeitalter" wird grundtextnäher übersetzt mit "hinein in die Zeitalter der Zeitalter". Aus der Offenbarung geht lediglich eine längere Peinigung im Feuersee für Teufel, Tier und falschen Prophet hervor. Wenn man dies wortwörtlich versteht so darf man wohl auch die Aussagen bezüglich der Nacht gegen Ende der Offenbarung wortwörtlich verstehen:

Offb. 22
2 In der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes sind zur Heilung der Nationen. 3 Und keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, 5 Und Nacht wird nicht mehr sein


Demnach könnte die Qual für die Drei tatsächlich nur so lange währen, wie das Paradigma von Tag und Nacht besteht und solange noch irgend ein Fluch existiert......

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Höllenverslexikon

Immer wieder werden bestimmte weitere Bibelverse herangezogen, um eine Ewige Qual zu begründen. Die Macht des Höllendogmatismus und eine ungenaue Bibelübersetzung verhindern dabei nur zu oft eine gesunde biblisch nüchterne Betrachtung. Hier verwendete Bibelübersetzung: Konkordantes Neues Testament bzw. KAT Daniel

Daniel 12:2
»Viele von denen, die im Erdboden schlafen, werden erwachen, diese zu äonischem Leben, jene zur Schmach, zu äonischem Abscheu.«


Unser Herr Jesus Christus sagte dazu: »Und es werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Schlechte getan haben, zur Auferstehung des Gerichts« (Joh.5:29). Zwischen den beiden Auferstehungen liegen tausend Jahre (Off.20:5,6). Die Ungerechten werden weder im nächsten Äon, dem tausendjährigen Königreich Israels, leben, noch im folgenden Äon auf der neuen Erde, sondern in den zweiten Tod gehen. Lebendig gemacht werden sie erst nach dem Abschluss der Äonen, bei der Vollendung (1.Kor.15:24).

Matth.10:28
»Fürchtet euch nicht vor denen, die den Körper töten, die Seele dagegen nicht töten können. Fürchtet aber vielmehr den, der die Seele wie auch den Körper in der Gehenna umbringen kann.«

Die Menschen können die Gläubigen töten, aber nicht verhindern, dass sie im Königreich Gottes leben werden. »Körper« wie auch »Seele« sind Redefiguren auf den ganzen Menschen mit Körper, Geist und Seele, wobei jeweils das hervortretende Merkmal betont wird. Wenn Gott sie auferweckt, ihnen den Geist wiedergebend, werden sie mit ganzer Seele (sie ist das Bewusstsein) das Paradies genießen. Zu fürchten ist allein der Herr Jesus Christus, der gerechte Richter, der in die Gehenna, den Feuersee im Tal Hinnom bei Jerusalem, werfen kann.

Matth.13:40-42
»Ebenso wie nun der Taumellolch gejätet und mit Feuer verbrannt wird, so wird es auch beim Abschluss des Äons sein. Der Sohn des Menschen wird Seine Boten beauftragen, und sie werden aus Seinem Königreich alle Fallstricke jäten und die, welche Gesetzlosigkeit verüben, und werden sie in den Hochofen des Feuers werfen; dort wird Jammern und Zähneknirschen sein.«

Der Taumellolch, der dem Getreide sehr ähnlich sieht, steht für die vielen Heuchler unter den Juden. Der Abschluss des Äons, des gegenwärtigen bösen Äons (Gal.1:4), ist die siebenjährige Endzeit des Zorns und gerechten Gerichts Gottes. Die Heuchler und alle anderen Bösen Israels kommen in den Hochofen des Feuers, das heißt in die Plagen und Qualen der Posaunen- und Schalengerichte (Off.8,9,16).

Matth.18:8+9; Mark.9:43-49
»Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich straucheln lässt, so haue sie ab und wirf sie von dir. Besser ist es für dich, verstümmelt oder lahm in das Leben einzugehen, anstatt zwei Hände oder zwei Füße zu haben und ins äonische Feuer geworfen zu werden.«

In das Königreich Israels auf der Erde gelangt man nicht allein durch Glauben und allein in der Gnade - dies ist nur in der gegenwärtigen, dem Paulus gegebenen heilsgeschichtlichen Verwaltung (oikonomia, Verfahrensordnung; Eph.3:2; Kol.1:25) der Fall -, sondern Umsinnung (Sinnesänderung) und edle Werke sind neben dem Glauben, dass Jesus der Christus ist, erforderlich. Mit dem Feuer ist das der Gehenna gemeint, wie Vers 9 sagt:
»Wenn dein Auge dich straucheln lässt, so reiß es heraus und wirf es von dir. Besser ist es für dich, einäugig in das Leben einzugehen, anstatt zwei Augen zu haben und in die Gehenna des Feuers geworfen zu werden.«
Die Gehenna ist das Tal Hinnom südlich von Jerusalem, wo der Abraum der Stadt verbrannt wurde und wo das Feuer während des tausendjährigen Königreichs nicht verlischt (Jes.66:24). Dort werden die Leichen der Übertreter des Gesetzes hineingeworfen.

Mark.3:29
»... wer aber gegen den Geist, den heiligen, lästern, hat für den Äon keine Erlassung, sondern ist der äonischen Folge der Sünden verfallen.«

Die Ablehnung des Zeugnisses des heiligen Geistes während der Apostelgeschichtszeit durch Israel, dass die Apostel die Wunder im Namen des auferstandenen Jesus und damit des Messias taten, hat selbstverständlich Konsequenzen: Jene Ungläubigen werden in den Äonen des Königreichs Israels nicht leben.

2.Thess.1:9
»...die sich als gerechte Vergeltung äonischen Ruin zuziehen werden ...«

Die Ungläubigen werden in den kommenden Äonen kein Leben haben, sondern noch tot sein.

Hebr.6:2
»... die Lehre vom Taufen und das Händeauflegen, die Auferstehung Toter und das äonische Urteil.«

Das gerechte Urteil Gottes wird vor dem großen, weißen Thron ausgesprochen (Off.20:11-15). Es gilt für die Zeit des letzten Äons (Off.21:1). Jene - es sind die Nichtauserwählten und mithin Ungläubigen - werden erst beim Abschluss der Äonen, bei der Vollendung, lebendig gemacht, wenn der zweite Tod abgetan wird (1.Kor.15:20-28).

Judas 7
»... indem sie die gerechte Vergeltung äonischen Feuers erleiden.«

Die Ungläubigen werden während des letzten Äons im Feuersee, dem zweiten Tod, sein.

Off.1:18
»Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige: Auch Ich war tot, und siehe, lebendig bin Ich für die Äonen der Äonen (Amen!). Ich habe die Schlüssel des Todes und des Ungewahrten.«

Unser Herr Jesus Christus hat die Vollmacht, aufzuschließen, das heißt den Todeszustand zu beenden und aus dem Ungewahrten (oder: Ungewahrbaren; frei wiedergegeben: Totenreich; hadês, von a-idês, ungewahrbar) herauszurufen. Von Toten ist nichts wahrnehmbar; sie existieren ja nicht.

Off.20:14 »Der Tod und das Ungewahrte wurden in den See des Feuers geworfen. Dies ist der zweite Tod: der See des Feuers.«

Nach dem Gericht vor dem großen, weißen Thron gibt es den Tod, den ersten Tod, nicht mehr. Im letzten Äon wird niemand mehr sterben. Es wird dann nur noch solche Menschen geben, die im zweiten Tod sind. Es wird auch das Ungewahrte als Begriff der Nichtexistenz der Toten nicht mehr geben, sondern nur noch den Feuersee, der deutlich zeigt, dass sie tot sind.

Biblische Bearbeitung: Dieter Landersheim www.people.freenet.de/biblische_lehre

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Was versteht die Schrift unter “verlorengehen”?

Wer sich ein wenig Mühe macht und den folgend verlinkten Beitrag intensiv durcharbeitet und verstanden hat, glaubt anschließend biblisch begründet garantiert nicht mehr an eine ewige Hölle!

Zum Beitrag Wichtige Empfehlung

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Wörtliche Rede, Sinnbilder, Mehrdeutigkeit, Metaphern, rethorische Figuren

Ohne Zweifel finden sich solche sprachlichen Konstrukte auch in den ursprünglichen Bibeltexten. Sprachlich kulturelle orientalische Einflüsse im Umfeld der Grundtextentstehung fordern Übersetzer heraus und zwingen sie oft zu Überlegungen zu den Möglichkeiten vom mehrfachen Schriftverständnis, zu Auslegung, Deutung und Interpretation. Mehr als 500, in Worten, fünfhundert deutschsprachige Bibel- und Teilübersetzungen sprechen dafür, dass man auch heute noch mit Fehlern der Übersetzerkollegen rechnet.

Mit Recht muss man angesichts solcher Gegebenheiten in Zweifel ziehen, ob man die Bibel immer wortwörtlich literal auslegen kann oder darf, ohne Gefahr zu laufen, ursprüngliche Redefiguren zu verzerren.

Ich bin mir sicher, dass nicht nur diese Aspekte eine entscheidende Rolle gespielt haben bei der Entstehung des Höllenmythos, sondern zusätzlich auch die Aspekte, die im Zielumfeld eine Rolle spielen. Es ist erwiesen, dass sich die christliche Religion mit heidnischen Bräuchen vermischte.

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Jesus und Paulus - Zwei Vorgehensweisen Gottes im Neuen Testament

Jesus ist der bedeutende Aspekt für die Erlösung der Menschen. Dies wird deutlich in dem meiner Meinung nach in der Bibel zu erkennenden Heilsplan ( Detail 1 Detail 2 Detail 3 ) Gottes in Christus.

Danach richten sich Jesu vorösterliche Reden zu seiner Erdenzeit ausschließlich an Juden. Dies belegt Mt 15,24: "Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.". Auch seinen jüdischen Jüngern befiehlt er bereits in Matth.10,5: Diese zwölf sandte Jesus aus und befahl ihnen und sprach: Geht nicht auf einen Weg der Nationen, und geht nicht in eine Stadt der Samariter; 6 geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!

Daraus ergibt sich, dass Jesus bestimmte Gerichtsdrohungen an Juden richtet (und dabei zuerst an die theologische Nomenklatura), die nach dem Tanach im Ganzen das auserwählte Volk Gottes sind und zukünftig in einem folgenden Äon (1000 jähriges Reich) die Welt missionieren werden. Damit ist auch ein besonderer Missionsbefehl nur an gerechte Juden für eine noch kommende Zeit gerichtet. Gerichte und Konventionen für Nichtjuden behandelt wesentlich Paulus.

Kleiner Exkurs:
Himmel - Himmelreich - Reich der Himmel - Regentschaft der Himmel
Die Lehre von einem (irdischen) Reich Gottes mit Jesus als König und Messias wird immer wieder im Alten Testament angesprochen. Ebenso wird sie auch durch die Aufdeckung einer Übersetzungsungenauigkeit Luthers bezüglich "Himmelreich" zusätzlich erhärtet. Luther übersetzt entsprechende Worte Jesu und ausschliesslich in den Evangelien vorkommend mit "Himmelreich". Damit wird hier der obige Himmel als Ort suggeriert. Im Grundtext jedoch findet man in den Evangelien genau übersetzt den Begriff "Regentschaft der Himmel". Paulus hingegen verwendet im Grundtext direkt den Begriff "Himmel". Bedeutet "Regentschaft der Himmel" die Regentschaft Christi als König und Messias im irdischen 1000-jährigen Reich? Ich meine ja. Damit würde der allein von Jesus verwendete Begriff "Himmelreich" nicht den obigen Himmel meinen, sondern das 1000-jährige Reich auf Erden.
Ende des Exkurs

Aus Matthäus geht hervor, dass Jesus von den Juden scheinbar eine Werkgerechtigkeit verlangt, die aber auch nur durch Glauben erfüllt werden kann. Immer ist der Glaube aber ein einseitiges Geschenk Gottes an explizit auserwählte Menschen. (Eph. 4,7) Paulus predigt als auserwählter Apostel für die Nationen direkt eine Gerechtigkeit allein aus Gnade.

Die beiden Ebenen Israel und Gemeinde werden in christlichen Kreisen allerdings unterschiedlich beurteilt (z.B. Bundestheologie vs. Dispensationalismus).

Eine Sichtweise der Bibelbetrachtung ist die gleichwertige Heranziehung aller Bibelstellen zum Zwecke einer Übertragung und Anwendung in einer jeweils gegenwärtigen Situation. Eine andere ist die Sicht eines Heilsplanes und damit die hauptsächliche Zuordung des Tanach, der Evangelien und des größten Teils der Offenbarung zum Plan für die Juden, hingegen die Zuordnung der Paulusbriefe zum Plan für die Nationen, Nichtjuden.

Der Versuch, alle in der Bibel aufgeführten zukünftigen Gerichte zu erläutern, findet sich oben unter dem Menüpunkt "Gerichte Gottes".

Meine aus der Bibel ableitbare Sichtweise trägt Züge des Dispensationalismus nach Ethelbert William Bullinger.
Dass Christen bezüglich eines Heilsplanes Gottes auch zu verschiedensten anderen Sichtweisen gelangen können, liegt in der Komplexität der Sache und ist zu akzeptieren.

Die den nicht werkgerechten Juden angedrohte und sich vollziehende falsch übersetzte "ewige Pein" und grundtextnäher übersetzt "äonische Züchtigung" halte ich zum einen für die Strafe der äonischen Abwesenheit vom 1000 jährigen Reich (Offb. 20,6) und erweitert für alle sonstigen Ungläubigen für den zweiten Tod nach der zweiten Auferstehung nach dem 1000 jährigen Reich. Allerdings wird als letzter Tod auch der zweite Tod einmal abgetan und (symbolisch) selbst in den Feuersee geworfen (Offb.20,14).

Entsprechend wird auch jede irdische Zeitlichkeit und damit auch Tag und Nacht einmal abgeschafft sein und eine neue "Zeitewigkeit" nach den in der Bibel beschriebenen Äonen anbrechen, in dem keinerlei Fluch für irgend einen Menschen mehr sein wird.

Offb. 22
2 In der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes sind zur Heilung der Nationen. 3 Und keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, 5 Und Nacht wird nicht mehr sein


Dann wird Gott alles in allem sein.(1.Kor.15,28)

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Vorherbestimmung, Auserwählung, Prädestination vs. Freier Wille

Wie oben bereits erwähnt, führen die Auserwählungs- und Vorherbestimmungsbibelstellen in der Christenheit zu den kuriosesten Vorstellungen wie beispielsweise zur fragwürdigen Doppelten Prädestination nach Augustinus und Calvin. Widersprüchlich wird bis heute versucht, den Freien Willen und die Vorherbestimmung unter einen christlichen Hut zu bringen. Ein ewiger elementarer Streit zwischen Christen mit dem Ergebnis einseitiger unbefriedigender Lösungen (z.B. Arminianismus, latent gelehrt in vielen evangelikalen Gemeinden) ist die Folge.

Eine Gegenüberstellung von Calvinismus und Arminianismus finden Sie hier. Ich halte beide Systeme für fehlerhaft, weil die grundlegend falsche Vorstellung einer Ewigen Verdammnis erst zu solchen absurden Schlußfolgerungen führt.

Ohne die fragwürdige Formulierung einer Ewigen Qual lösen sich diese Widersprüche vollständig auf. Gott beruft Menschen nach der Bibel bereits vor Grundlegung der Welt (Römer 9,11-18) zu bestimmten Zwecken. Die Verewigung einer Quälhölle lässt keinen Raum für die Gnade Gottes und verschleiert den Blick auf den Heilsplan Gottes, nach dem die Auserwählung lediglich mittelfristig zu bestimmten Heilsaufgaben für die Erwählten dient und nicht einer versimplifizierten Erwählung für Himmel oder Hölle entspricht. Aufgrund der Voraussetzung einer Ewigen Verdammnis wird dem einfachen Christenmenschen suggeriert, der Widerspruch zwischen Vorherbestimmung und freiem Willen sei nur durch Einsicht in eine geheime höhere göttliche Wahrheit zu begreifen.

Eine einfache und verständliche biblische Lösung zeige ich hier auf:

  • Die Erwählungsaussagen der Bibel stimmen uneingeschränkt.
  • Röm 9,11-18 Denn als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten - damit der nach freier Auswahl gefaßte Vorsatz Gottes bestehen bliebe, nicht aufgrund von Werken, sondern aufgrund des Berufenden - wie geschrieben steht: «Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehaßt.» Was sollen wir nun sagen? Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne! Denn er sagt zu Mose: «Ich werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarme, und werde Mitleid haben, mit wem ich Mitleid habe.» So liegt es nun nicht an dem Wollenden, auch nicht an dem Laufenden, sondern an dem sich erbarmenden Gott . Also nun: wen er will, dessen erbarmt er sich, und wen er will, verhärtet er.

    Einseitige Erwählung durch Gott fand bereits immer wieder auch schon im Alten Testament statt zu individuellen Aufgaben der Berufenen:

    Jes 45,5 Ich bin der HERR und sonst keiner. Außer mir gibt es keinen Gott. Ich gürte dich, ohne daß du mich erkannt hast

  • Die Aussage Jesu, dass zunächst nur Wenige den Weg finden werden, stimmt, relativiert einen angeblichen Freien Willen erheblich und stellt indirekt eine mengenmäßige Festlegung/Vorherbestimmung dar:


  • Mt 7,14 Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.

    Paulus begründet das wie folgt:

    1Kor 2,14 Ein natürlicher (ungläubiger T.B) Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen , weil es geistlich beurteilt wird.

    Dies stellt ebenfalls einen indirekt vorherbestimmenden Ausschluß für viele dar.
    Wer an eine Ewige Folterhölle glaubt, und das tun sowohl Calvinisten als auch Arminianer, verkürzt hier als Calvinist kurzsichtig die Erwählung auf eine Enderwählung für Himmel oder Hölle.
    Arminianer hingegen erfanden die Konstruktion, dass ein Mensch mit unterstelltem freien Willen sich für oder gegen Gott entscheiden könne bzw. müsse. Aus der einseitigen Gnade Gottes wurde unbiblisch eine bedingte vom Menschen abhängige Gnade gemacht.

    Die vom vorösterlichen Jesus noch geforderte Werkgerechtigkeit für Israel wurde somit nachösterlich trotz der gegenteiligen Aussagen eines Paulus durch die Hintertür wieder eingeführt. Erschwerend sind hier die Widersprüche, die sich aus den Gnadenaussagen Pauli gegenüber den noch vorhandenen Werk- gerechtigkeitsaussagen z.B. in Jak.2,17 ergeben.


  • Ich glaube:


  • Röm. 11 32 Denn Gott hat alle miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich aller erbarme.

    Kol. 1 16 Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: ALLES ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; 17 und {er} ist vor allem, und alles besteht durch ihn. 18 Und {er} ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe; 19 denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen 20 und durch ihn ALLES mit sich zu versöhnen - indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes - durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist

    Dies ist das Programm eines letztlich liebenden und gnädigen Gottes, der den Menschen einen eigenen Willen zugesteht, aber nur im Rahmen seines göttlichen Willens und Planes und seiner allmächtigen Vorherbestimmung und dem endloses Quälen in einer verewigten Hölle völlig fremd ist (Jesaja 57,16; Röm. 11,32).

Vorherbestimmung und eigener Wille www.bibelwissen.bibelthemen.eu/wiki
Entscheidung für Jesus oder Bestimmung? Antwort von klaus-wagn.de
Allversöhnung und Prädestination aus der Bibel ableitbar? www.christliche-allversoehnung.de.vu
Erwählung, Vorherbestimmung Bibelstellen

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Gott - ein heiliges endlos rachsüchtiges Monster?

Viele Christen und sich christlich verantwortlich Wähnende haben in 2000 Jahren sehr viele und sich zum Teil erheblich widersprechende Lehrrichtungen hervor gebracht. Oft selektiv und einseitig entstanden dabei auch Variationen des Mythos "Ewige Hölle". Man schaue sich u.a. einmal die perversen Höllendarstellungen zu Dantes Göttlicher Komödie (Dante Alighieri *1265 †1321) oder von Hieronymus Bosch (* um 1450 †1516) an, um zu verstehen, welche weit verbreiteten unbiblisch unrealistischen Vorstellungsfolgen sich auch aus diesen der Öffentlichkeit suggerierten Gruselbildern ergeben. Diese Bilder wurden erst durch die entsprechende Kirchendrohpolitik geboren. Sie wurden von den Künstlern oft unzureichend geprüft aufgenommen und durch Visualisierung in der Öffentlichkeit verstärkt. Ein Teufelskreis der Fehlinformation und Gerüchteverbreitung. Es war und ist dann nicht mehr weit, solche menschlichen Gewaltfantasien für bare Münze zu halten und dies Gott zu unterstellen. Dabei wird jedoch die Eigenschaft der Liebe Gottes aufs Heftigste konterkariert. Gott wird als ein erbarmungsloser und ewig rachsüchtiger Gott hingestellt, der Gnade und Vergebung letztlich nicht kennt und alles, was er selbst den Menschen ans Herz legt, höchstselbst aufs Grausamste durch eine Milliarden Jahre lang andauernde Folterhölle pervertiert. Auf solche Einwände argumentieren besonders Evangelikale, Gott müsse ewig verdammen, weil er heilig sei. Demnach wäre ein heiliger Mensch jemand, der nicht vergibt und ewig hasst? Solche Vorstellungen offenbaren die Bibelbildungsarmut von Christen, die über Gottes Liebe und das Erlösungswerk Christi letztlich gedankenlos kalt und lästerlich denken.

Der Begriff "heilig" wird hier systematisch mit falschem Inhalt gefüllt. Heilig kommt von Heilen und der Heilige Gott ist ein heilender Gott, siehe auch Heiland. Dieser heilende Gott wird durch das Höllendogma zu einem ewig quälenden Gott verunstaltet.

Man kann nur hoffen, daß diese Widersprüche von den Kirchen wenigstens durch bessere Bibelübersetzungen und Reform ihrer Drohdogmen endlich aufgelöst und öffentlich richtig gestellt werden.

Die Lehren solcher verwirrenden und absurden Widersprüche kann man nur als eine Form von Gottesvergiftung bezeichnen.

Ich halte die Ewige Hölle für einen Mythos, der ein absolut schizophrenes Gottesbild impliziert und damit letztlich einen äußerst grausamen irren Gott predigt, an den vielleicht auch gerade darum niemand mehr so recht glauben mag.

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Zukünftige Gerichte Gottes

Vielen Gläubigen wird von ihren Predigern oft eine zu vereinfachte Orientierung vorgegeben. Sie übernehmen ungeprüft die Simplizität des Konstruktes "Ewige Hölle". Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse, das sind die erlernten Formeln. Hingegen sind die Darstellungen von Gerichten Gottes in der Bibel sehr komplex. Die Überlieferungen des Augustinus und seiner Philosophie werden aus Unkenntnis, vielleicht auch aus Bequemlichkeit und traditioneller Gefolgsamkeit, ungeprüft übernommen. Einseitig werden Bibelverse aus schlecht übersetztem Grundtext zur Argumentation heran gezogen und die ursprüngliche vielschichtig dargestellte Botschaft wird dabei bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt und reduziert. Der folgende Link führt aus Sicht eines gläubigen Christen zu einer Analyse von vielen biblischen Gerichtsaussagen mit einem der Vielfalt der biblischen Gerichtsbeschreibungen für die Zukunft gerecht werdenden Ergebnis. Wieviel der einzelne Gläubige davon verinnerlichen kann, bleibt ihm selbst überlassen. Deutlich wird jedenfalls, dass es anhand des Grundtextes eine biblisch begründbare Hoffnung auf eine letztlich leere Hölle gibt.

Details und Ablauf zukünftiger Gerichte Empfehlung

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Kann und konnte christliche Mission jemals alle jeweils lebenden Menschen erreichen?

Heute existieren ca. 6,8 Milliarden Menschen. Man definiert derzeit 6 Weltreligionen:

  • Christentum (etwa 2,1 Mrd. Anhänger)
  • Islam (etwa 1,3 Mrd. Anhänger)
  • Hinduismus (etwa 850 Mio. Anhänger)
  • Buddhismus (etwa 375 Mio. Anhänger)
  • Judentum (etwa 15 Mio. Anhänger)
  • Baha'i (etwa 6 Mio. Anhänger)
  • sonstige und Atheisten (etwa 2,1 Mrd.)


Niemand kann erklären, wie jeweils die aktuell lebende Weltbevölkerung durch vergleichsweise wenige christliche Missionare überhaupt durch Mission vollständig erreicht werden kann bzw. konnte. De facto unmöglich! Ebenso ist absolut klar, dass Jesus und Paulus zu ihren Lebzeiten nur maximal wenige tausend Menschen erreicht haben können, obwohl es sicherlich schon seinerzeit mindestens zig Millionen Menschen auf allen Kontinenten gegeben haben muss. Nach den Glaubensbildern vieler Frommer müssten all diese Menschen massenhaft in der niemals endenden Hölle unsägliche Qualen leiden, da sie sich ja nicht bekehrten. Offensichtlich erscheint es gerecht, dass die Menschen bis zurzeit Jesu nicht mit einer Ewigen Qual zu rechnen brauchten. Allem Anschein nach werden diese Ungereimtheiten im Namen einer höchst fragwürdigen christian correctness unreflektiert und abgestumpft hingenommen.

Die gutgemeinte evangelikale missionarische Aktion ProChrist, angeführt vom einst als "Maschinengewehr Gottes" bezeichneten evangelikalen Theologen Ulrich Parzany, ist in das simple Muster vom doppelten Ausgang der Welt mit "ewigem" Himmel und "ewiger" Hölle gepresst, mit wenig absolutem Erfolg. Eine angemessene Würdigung der in der Bibel angesprochenen heilsgeschichtlichen Komplexität bleibt bei der Verkündigung auf der Strecke.

Eine Predigt Parzanys: Himmel oder Hölle, auslöschen oder Wiedergeburt

Ein ernsthafter evangelikaler Versuch, diese Komplexität theologisch aufzuarbeiten, findet sich hier:

Veröffentlichungen der Gesellschaft für Freikirchliche Theologie und Publizistik e.V. (GFTP)
Zeitschrift für Theologie und Gemeinde (ZThG)
Jahrgang 13 (2008)
Seite 113-135
Michael Kißkalt:
"Evangelisation zwischen Allversöhnung und ewiger Verdammnis."

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Wie werde ich Christ?

Die sprichwörtliche "Be-Geisterung" durch die Höllenvorstellungen führt besonders bei evangelikalen Christen zu einer besonderen Missionierungsdialektik:

News: Das erste Video www.40sekunden.de wurde inzwischen wieder online gestellt.


Wie werde ich Christ?   Video:   www.erf.de     by Evangeliumsrundfunk  www.erf.de
oder:
Jesus Experiment   Video:   www.cina.de     by Evangeliumsrundfunk  www.cina.de


Leider kommen diese evangelikal fundamentalistisch belasteten und zwanghaft aufgemachten Missionierungsvideos psychologisch letztlich nicht ohne zumindest latente Höllenandrohung und Ewige Verdammnis aus, vielmehr scheint die Ewige Hölle die zentrale und einzige Motivation für Mission zu sein. Das Alte Testament, die Apostelgeschichte, Paulus, Lukas, Petrus, Jakobus und Johannes kamen dagegen alle völlig ohne Höllendrohungen bei ihrer Verkündigung aus. Gott wird hier zum zwanghaften Herrscher gemacht, dessen Allmacht, Gnade, endlose Liebe und Güte gnadenlos an seiner eigenen zornigen Zwanghaftigkeit scheitern.

Der zweite Link führt zum Jesus-Experiment, einer missionarischen Aktion des Evangeliumsrundfunks ERF. Ich habe nur das Intro gesehen. Vielleicht handelt es sich um eine authentischere Missionierungskampagne. Find' es selbst raus!

adventistische Variante:

Wie werde ich Christ?   Video:   www.bibelstream.org     by www.bibelstream.org

Variante Allversöhnung:

Wie werde ich Christ?    Stimme aus Allversöhnersicht:    Allein durch Gnade


Exkurs "Entscheidung für Jesus": Gott erwählt, der Mensch entscheidet nichts: klaus-wagn.de


Zum Thema "Evangelikale Mission der letzten 4 Jahrhunderte in den USA" empfehle ich das von Jesus.de vorgestellte tiefschürfende und sachliche Buch:
"Mission und Verführung" von Robert Jewett und Ole Wangerin, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.


Markus 12,30:
... und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand und mit deiner ganzen Kraft!"

Wer angesichts der hier aufgeworfenen Fragen ohne intensive Überprüfung weiter an ein Dogma Ewige Verdammnis glaubt, wird unweigerlich seinen ganzen Verstand in wesentlichen Teilen abgeschaltet lassen müssen und ein nebulös gewachsenes brauchtumhaftes dem historischen Befund nach unchristliches Denken dulden...

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Mögliche Argumente gegen eine Ewige Hölle

Folgend habe ich verschiedenste Stimmen aus unterschiedlichen christlichen Gruppen zusammen getragen. Die meisten sind sich darin einig, dass die "Ewige Hölle" aufgrund ungenauer Bibelübersetzungen und unbiblischer mythologischer Durchdringungen höchst fragwürdig erscheint.

  • www.bibelwissen.bibelthemen.eu/wiki
  • Gehenna
  • Stellungnahme der EKD
  • Zum Verhältnis von Gericht und Heilszusage
  • Stellungnahme Katholische Kirche
  • Katholischer Erwachsenen-Katechismus
  • www.podcast.de
  • Jesus und die Hölle - MP3-Audiovortrag - Download möglich Empfehlung
  • www.uni-protokolle.de
  • Hölle Empfehlung
  • www.uni-tuebingen.de
  • Kleine Umfrage: Hölle oder Allversöhnung
  • Kirche und Welt
  • Die Hölle ist leer!
  • www.christliche-allversoehnung.de.vu
  • Christliche Allversöhnung aus der Bibel ableitbar?
  • www.Come2God.de
  • Himmelreich und Hölle Empfehlung
  • www.Come2God.de
  • Die Hölle — ein Erweis der Liebe Gottes Empfehlung
  • www.Come2God.de
  • Ewige Strafe — ewiges Leben / Gericht / Versöhnung der Welt
  • Apokatastasis und Theodizee
  • Lesenswerter Blog
  • www.bibelstandarte.de
  • Hölle - Was ist das? Empfehlung Download-PDF (adventistische Sicht)
  • www.taize.fr
  • Muss ein Christ daran glauben, dass es eine Hölle gibt?
  • biblischelehre.de.vu
  • Aufsätze zur Bibel
  • www.Tentmaker.org
  • Die Hölle unter Anklage Absolute Empfehlung
  • www.Weltmanager.de
  • Ist Gott Manager dieser Welt? Empfehlung
  • www.gerhard-kringe.de
  • Gedanken zur Heilsgeschichte Gottes
  • www.Konkordant.de
  • Konkordante Bibelübersetzungen Empfehlung
  • www.Konkordant.de
  • Hölle ist unbiblisch Empfehlung
  • www.Theologe.de
  • Es gibt keine ewige Verdammnis
  • Schwager, Raymund
  • Ist die Hölle leer?
  • Schwager, Raymund
  • Hölle
  • www.Wikipedia.de
  • Allaussöhnung
  • www.das-lebendige-wort.de
  • Geschichte der Allversöhnung
  • www.dan61.de
  • Apokatastasis
  • www.konkordanterverlag.de
  • Konkordantes NT und Schriften
  • www.kahal.de
  • Eine Gemeinde im Internet
  • www.bibelthemen.eu
  • Präsentationen und Vortäge
  • www.amazingfacts.org
  • Ist-der-Teufel-Verwalter-über-die-Hölle?
  • www.geistigenahrung.org
  • Ewige Hölle ja - nein
  • Spiegel Online
  • Jesuiten schaffen Hölle ab
  • www.kirchensite.de
  • Hölle
  • www.what-the-hell-is-hell.com
  • What-the-hell-is-hell? [english]
  • reslight.net
  • What is Gehenna? [english]
  • reslight.net
  • Hell in the bible [english]
  • www.christ-in-der-gegenwart.de
  • Nur für viele oder doch für alle?
  • www.glaube.org
  • Die ewige Hölle
  • www.glaube.org
  • Eine ewig brennende Hölle? - Erklärung Ewigkeitsbegriff
  • members.surfeu.at/veitschegger
  • Hölle - was ist das?
  • Christlich Islamisches Dialogforum
  • Gibt es eine ewige Hölle?
  • www.seggeluchbecken.de
  • Die Frage nach der Hölle - nach H. Vorgrimler „Die Geschichte der Hölle“
  • gutenachrichten.org
  • Himmel oder Hölle
  • St. Laurentius Kleinostheim
  • Heulen und Zähneknirschen
  • zwoelfstaemme.de
  • Wirft Gott Ungläubige in ewige Hölle?
  • bibelcenter.de
  • Ewig in der Hölle schmoren?
  • dasgeheimnis.de
  • Der Feuersee - Hölle
  • www.bibelstream.org
  • Die Hölle - Gottes letztes Gericht / Video (adventistisch)
  • Recherche Lorber
  • Die Hölle in der Lehre der Kirchen .....
  • www.wcg.org
  • Der Kampf um die Hölle
  • bibelstudien-institut.de
  • Lässt Gott Menschen in einer Hölle ewig leiden?
  • www.ewig.ch
  • Endlose Höllenqualen - Biblisch haltbar?
  • www.ewig.ch
  • Die Allversöhnung und ihr Anfang

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    Studienwebseiten

  • www.bibelwissen.bibelthemen.eu/wiki
  • Online-Datenbank für biblisches Wissen - Wiki
  • www.konkordant.de
  • Konkordante Bibelübersetzung
  • www.weltmanager.de
  • Ist Gott Manager dieser Welt?
  • www.come2god.de
  • Ausblicke vom Kreuz
  • biblischelehre.de.vu
  • Aufsätze zur Bibel
  • www.dan61.de
  • Apokatastasis
  • www.bibelthemen.eu
  • Bibelthemen
  • www.gerhard-kringe.de
  • Gedanken zur Heilsgeschichte Gottes
  • www.kahal.de
  • Eine Gemeinde im Internet
  • www.konkordanterverlag.de
  • Konkordanter Verlag
  • www.what-the-hell-is-hell.com
  • What the hell is hell?
  • www.bibelcenter.de
  • Bibelcenter
  • www.salvationofall-av.org
  • Salvation of All

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    Namensliste [english]

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    Bibelübersetzungen komplett oder Altes Testament und Neues Testament


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    Literatur

    • Kleiner Diskurs über die Hölle, Hans Urs von Balthasar, Johannes Verlag Einsiedeln
    • Was dürfen wir hoffen?, Hans Urs von Balthasar, Johannes Verlag Einsiedeln
    • Geschichte der Hölle, Herbert Vorgrimler, Wilhelm Fink Verlag
    • Die Hölle Zur Geschichte einer Fiktion, Georges Minois, Verlag: dtv   Empfehlung!
    • Hölle - Kleine Kulturgeschichte der Unterwelt Georges Minois, Verlag: Herder Spektrum
    • The History of Hell; Turner, Alice K. ; Verlag: Harcourt Brace & Company, New York/San Diego/London
    • Personifikationen des Bösen - Hölle, Teufel und Dämonen in der Bibel und in der christlichen Tradition (Taschenbuch); Karl-Heinz Wollscheid; Verlag Rhombos
    • Zeitschrift für Theologie und Gemeinde (ZThG), Jahrgang 13 (2008), Seite 113-135, Michael Kißkalt: "Evangelisation zwischen Allversöhnung und ewiger Verdammnis", Verlag Oncken
    • Paulus und die Versöhnung aller Eine Studie zum paulinischen Heilsuniversalismus (Gebundene Ausgabe), Dr. Jens Adam, Neukirchener Verlag, 2009

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    Chat zum Thema "Hölle"

    Treffpunkt jeden Samstag um 18:00 Uhr. Ich bin TomTheBuilder

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  • jesus.de
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    Hier werden auch Höllenlehre und Ewige Verdammnis diskutiert.

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    www.himmlischefundstuecke.de

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    Bearbeitet: 10. Februar 2010, 19:00 Uhr

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